GERILLTE UND GERITZTE ZUSCHNITTE

Für eine einfache manuelle oder maschinelle Weiterverarbeitung!

Das Rillen und Ritzen ist für die spätere Weiterverarbeitung zu Kartonagen, Kisten, Faltschachteln und Kartons eine wichtige Vorarbeit. Durch das Rillen und Ritzen des Graukarton wird das spätere Herrichten vereinfacht. Entlang der Rillungen wird das spätere Umknicken des Karton vereinfacht und ein Einreißen der Kartonoberfläche verhindert.

Durch eine Ritzung des Karton entstehen sogenannte Aufreißlinien und Faltlinien, die als spätere Eindrücklaschen oder Entnahmeöffnungen bei der Kartonagen- und Schachtelherstellung dienen.

Bei der Rillung entsteht keine Materialschwächung des Kartons sondern eine
Materialverdrängung, Wohingegen eine Ritzung des Kartons eine Materialschwächung hervorruft. 

Folgende Qualitätsausführungen sind möglich:

Das Ritzen von Karton:

Beim Ritzen des Kartons wird mit einem scharfen Ritzwerkzeug (Messer) die Außenseite des Kartons eingeschnitten. Durch das Einritzen entsteht eine längliche Einkerbung und somit eine Falt- bzw. Aufreißlinie. Das spätere Heraus- oder Umbrechen von Kartonstücken wird dadurch ermöglicht.

Das Rillen von Karton:

Eine Rillung ist eine plastische Materialverformung, erzeugt durch Riller und Rillnut. Die Rilldicke wird dabei durch die obere Werkzeugbreite bestimmt. Die Rillnutbreite wiederrum durch die Breite der Nut im Werkzeugunterteil. Beim Rillverfahren wird der Karton in eine Nutenzurichtung gelegt und durch ein Drückwerkzeug zusammengepresst. Es entstehen dabei eine Rillwulst und die eigentliche Rillung, die beim Aufrichten als Biegestelle dient.